
Ein Forschungsteam schreibt in der Fachzeitschrift The Lancet, dass der Kampf gegen die Manosphere und gegen Frauenfeindlichkeit eine koordinierte Antwort braucht von Regierung, Schulen, Gesundheitsdiensten und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Eine der Autorinnen sagte, wenn man den Trend zu einem Thema der öffentlichen Gesundheit machen würde, dann gäbe es bessere Handlungsmöglichkeiten und es könnten die Ursachen in den Blick genommen werden.
Männer und Frauen sind beide gefährdet
In ihrem Artikel weisen die Forschenden auf die Schäden hin, die von der Manosphere-Bewegung ausgehen: Sie reichen von Gewalt gegen Frauen bis hin zu psychischen Problemen von Männern, die durch den Trend abgewertet würden. Um die Probleme in den Griff zu bekommen, sollte Männlichkeit aber auch nicht als von Grund auf toxisch dargestellt werden, warnen die Autoren.
Die Co-Autorin der Studie, Sarah Hawkes, sagte dem Guardian, die Manosphere biete Jungen und jungen Männern ein Gefühl der Zugehörigkeit und eine Identität und eine Erklärung, warum das Leben sich schwierig anfühle. Diese Bedürfnisse seien real, deshalb müsse man jungen Männern eine Alternative anbieten.
Die Manosphere ist ein Sammelbegriff für Onlinecommunities, Blogs und Foren, in denen Internet-Nutzer antifeministische und frauenfeindliche Ansichten verbreiten, Die Themen reichen von Männlichkeits-Coachings über Fantasien männlicher Vorherrschaft bis zu extremem Frauenhass.
Diese Nachricht wurde am 31.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
