NRW-Niederlage bei Bewerbungsverfahren
Ministerpräsident Wüst nach Olympia-Entscheid: "Unterstützen jetzt nationale Kandidatur"

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wüst hat das Scheitern seines Bundeslandes im Olympia-Bewerbungsverfahren bedauert. Der CDU-Politiker sagte im Interview der Woche des Deutschlandfunks, NRW habe ein exzellentes Angebot gemacht. Ziel sei es aber, die Olympischen Spiele generell nach Deutschland zu holen. Deshalb unterstütze man jetzt die nationale Bewerbung.

    Olympische Ringe stehen in München vor dem Olympia-Stadion.
    Olympische Ringe in München (picture alliance / firo Sportphoto / Jürgen Fromme)
    Das Angebot der Region Köln-Rhein-Ruhr habe in vier von sieben Bewerbungskriterien vorne gelegen, betonte Wüst. Dass sich 66 Prozent in den Bürgerentscheiden für eine Bewerbung ausgesprochen hätten, habe zusätzlich Rückenwind gegeben. Sein Bundesland werde auch nach der Entscheidung ambitionierte Sportpolitik machen. Das Interview der Woche ist ab 11.05 Uhr im Deutschlandfunk zu hören.

    Bewerbung für 2036, 2040 oder 2044

    Der Deutsche Olympische Sportbund hatte gestern entschieden, München in das Rennen um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 zu schicken. Die Segelwettbewerbe sollen in Kiel stattfinden. München und die Rhein-Ruhr-Region waren die letzten verbliebenen Bewerber. Berlin hatte seine Kandidatur in dieser Woche zurückgezogen; die Stadt Hamburg war bereits im Mai nach einem Bürgerentscheid ausgeschieden.
    Sowohl München als auch Köln hatten mit nachhaltigen Spielen geworben und überwiegend auf bereits vorhandene Infrastruktur gesetzt. Die bayerische Landeshauptstadt hatte außerdem auf kurze Wege und die große Erfahrung bei der Ausrichtung von Sportgroßereignissen verwiesen. Erst vor wenigen Tagen hatte sie den Zuschlag für das Fußball-Champions-League Finale 2028 und die Leichtathletik-WM 2031 bekommen.

    Söder: Bayern soll ganz Deutschland repräsentieren

    Bayerns Ministerpräsident Söder sprach nach der Entscheidung von einem historischen Schritt. Bayern werde alles geben, um ganz Deutschland zu repräsentieren. Der Moment der Freude sei nur kurz, erklärte Söder. Denn jetzt heiße es: "hart arbeiten".

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    Diese Nachricht wurde am 27.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.