
Von Schnurbein sagte der "Rheinischen Post", man erlebe derzeit eine Lage, wie es sie seit dem Ende der Schoah wohl nie gegeben habe. Ihr sei es wichtig, Antisemitismus in all seinen Formen klar zu benennen, egal ob er aus dem rechten Lager oder aus dem linken Spektrum komme.
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Schuster, begrüßte die Ernennung von Schnurbeins.
Er sagte dem Deutschlandfunk zugleich, bei antisemitisch motivierten Straftaten - darunter Volksverhetzung und Körperverletzungen - müssten die Möglichkeiten des Strafrechts stärker genutzt werden
. Die Grünen-Politikerin Schönberger forderte, dass von Schnurbein den Kampf gegen Antisemitismus zu einer Priorität der Koalition aus Union und SPD mache. Die Linken-Abgeordnete Bünger sagte, von Schnurbein dürfe das Thema nicht für parteipolitische Auseinandersetzungen instrumentalisieren. Dazu gehöre auch, klar zwischen Antisemitismus und legitimer Kritik an der Politik der israelischen Regierung zu unterscheiden.
Diese Nachricht wurde am 28.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





