Tag der Deutschen Einheit
Ostbeauftragte Kaiser wirbt für ostdeutsches Staatsoberhaupt

Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Kaiser, hat daran erinnert, dass die Wiedervereinigung Deutschlands für viele Menschen eine Zeit biografischer Umbrüche und existenzieller Sorgen war.

    Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, steht an einem Rednerpult.
    Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (IMAGO / KreativMedia Press / Marten Ronneburg)
    Diese Erfahrungen prägten die Ostdeutschen bis heute, sagte die SPD-Politikerin der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Seither sei jedoch viel erreicht worden. Ostdeutschland sei heute eine wirtschaftliche Innovationsregion, ein wichtiger Wissenschaftsstandort und die Brücke in das östliche Europa. Dennoch gebe es zwischen den Landesteilen Ungleichheiten, die beseitigt werden müssten. So existierten weiterhin große Unterschiede bei Einkommen und Vermögen. In Führungspositionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft seien Ostdeutsche immer noch nicht ausreichend vertreten. Die Ostbeauftragte sprach sich in diesem Zusammenhang für ein aus Ostdeutschland stammendes Staatsoberhaupt aus. Die Zeit sei wieder reif dafür, erklärte Kaiser.
    Der erste und bislang einzige Bundespräsident, der aus Ostdeutschland stammte, war Joachim Gauck. Der gebürtige Rostocker hatte das Amt von 2012 bis 2017 inne.
    Diese Nachricht wurde am 03.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.