"Erkennen Ergebnis an"
Partei von Flávio Bolsonaro räumt Niederlage bei Präsidentschaftswahl in Brasilien ein

Die Partei des brasilianischen Präsidentschaftskandidaten Flávio Bolsonaro hat dessen Niederlage bei der Stichwahl gegen Amtsinhaber Lula da Silva eingeräumt. Die rechtsgerichtete "Liberale Partei" teilte mit, man erkenne das vom Obersten Wahlgericht verkündete Ergebnis an, müsse aber die vorgebrachten Bedenken angemessen klären.

    Der brasilianische Präsidentschaftskandidat Flavio Bolsonaro spricht nach der Stichwahl. Dabei ist er umringt von mehreren Personen.
    Flavio Bolsonaro (dpa / AP Photo / Eraldo Peres)
    Die Partei kritisierte, fragwürdige Staatsausgaben hätten Zweifel an einem fairen Wahlprozess geschürt. Präsident Lula hatte kurz vor der Abstimmung veranlasst, die Auszahlung von Sozialleistungen vorzuziehen.

    Trump unterstützt Bolsonaros Manipulationsvorwürfe

    Flávio Bolsonaro wollte anfangs die Annullierung der gesamten Wahl erwirken. Inzwischen will er aber beim Wahlgericht beantragen, dass Lula nicht vereidigt wird - wegen des angeblichen Missbrauchs wirtschaftlicher Mittel. Unterstützung erhielt Bolsonaro von US-Präsident Trump. Dieser bezeichnete die Abstimmung als manipuliert, legte aber keine Belege für seine Behauptung vor.
    Das Oberste Gericht in Brasilien ordnete inzwischen an, dass Flávio Bolsonaro das Land nicht verlassen darf. Hintergrund sind Ermittlungen wegen des Verdachts auf Geldwäsche, unter anderem im Zusammenhang mit Sportwetten.
    Diese Nachricht wurde am 27.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.