
Das Neutrino-Observatorium IceCube verfolgt Teilchen, die aus dem Kosmos stammen. Die Teilchen mit extrem hohen Energien gelten als sehr selten.
Den Angaben zufolge hat Physik-Nobelpreisträger Francis Halzen erstmals 1988 seine Idee vorgetragen, Neutrinos am Südpol einzufangen. Wenn ein Neutrino mit einem Atomkern kollidiert, erzeugt es einen Lichtblitz, der von Sensoren im klaren Gletschereis erfasst werden kann. Den Angaben zufolge bietet das Eis am Südpol viele Vorteile, da es frei von Störungen ist und das Gebiet geologisch stabil ist. Halzen und seine Idee fanden bald die Unterstützung anderer Forscher, und bereits wenige Jahre später wurden erste Tests mit Sensoren im Eis durchgeführt.
Das IceCube-Neutrino-Observatorium wurde 2011 fertiggestellt. Die Forscher entdeckten schon bald die ersten hochenergetischen Neutrinos und konnten wenige Jahre später ihre Entdeckung von Neutrinos veröffentlichen, die weit außerhalb unseres Sonnensystems entstehen müssen. Rund 450 Physiker aus 58 Institutionen in 14 Ländern arbeiten an dem internationalen Projekt mit.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 06.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




