Katalonien
Spaniens Justiz ermöglicht Rückkehr von Separatistenführer Puigdemont

Das spanische Verfassungsgericht ermöglicht laut Medienberichten eine Rückkehr des katalanischen Separatistenführers Puigdemont in sein Heimatland. Demnach entschieden die Richter in Madrid, dass Puigdemonts einstige Verwendung öffentlicher Gelder für die Organisation des umstrittenen katalanischen Unabhängigkeitsreferendums im Jahr 2017 nicht den Tatbestand der persönlichen Bereicherung erfüllt. 

    Der katalanische Separatistenführer Puigdemont spricht nach seiner Rückkehr aus dem Exil in Barcelona vor Anhängern.
    Der katalanische Separatistenführer Puigdemont spricht nach seiner Rückkehr aus dem Exil in Barcelona vor Anhängern. (AP / Joan Mateu)
    Mit diesem Vorwurf hatte das Oberste Gericht des Landes einen Haftbefehl gegen Puigdemont jahrelang aufrechterhalten. Er muss mit der jetzigen Entscheidung aufgehoben werden.
    Puigdemont lebt seit dem Referendum im belgischen Exil. Die Katalanen hatten sich damals mehrheitlich für die Unabhängigkeit der Region vom spanischen Staat ausgesprochen, obwohl die Abstimmung vom Verfassungsgericht zuvor verboten worden war. Die spanische Regierung löste als Reaktion das katalanische Parlament auf und setzte die Regionalregierung unter Puigdemont ab.
    Diese Nachricht wurde am 06.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.