Bundeshaushalt 2027
SPD-Fraktionsvize Esdar verteidigt Schuldenaufnahme

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Esdar, hat die im Haushaltsentwurf vorgesehene Neuverschuldung gegen Kritik verteidigt.

    Wiebke Esdar (SPD), stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, spricht in der Sitzung des Bundestages.
    Wiebke Esdar, stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzende, hat die Neuverschuldung im Bundeshaushalt 2027 gegen Kritik verteidigt. (Archivbild) (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    In vielen Bereichen des Kernhaushalts seien Konsolidierung und Einsparungen erfolgt, sagte Esdar im Deutschlandfunk. Die neuen Schulden kämen vor allem durch die angesichts der internationalen Bedrohungslage sinnvollen und erforderlichen Investitionen in die Bundeswehr zustande. Die SPD-Politikerin betonte, Deutschland habe von allen G7-Staaten den geringsten Schuldenstand.
    Der gestern von Bundesfinanzminister Klingbeil vorgestellte Haushaltsentwurf für 2027 sieht Ausgaben von gut 555 Milliarden Euro vor, rund sechs Prozent mehr als im laufenden Jahr. Zur Finanzierung ist eine Nettokreditaufnahme von rund 119 Milliarden Euro vorgesehen. Zudem sollen die Abgaben unter anderem auf Alkohol und Tabak erhöht und eine Zuckersteuer eingeführt werden.
    Diese Nachricht wurde am 07.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.