Magdeburg
SPD-Kandidat Willingmann bei Wahl zum Vize-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt durchgefallen

Nach der Wahl des AfD-Abgeordneten Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt ist die SPD mit ihrem Vorschlag für einen der Stellvertreterposten gescheitert.

    Das Bild zeigt einen Blick in den Plenarsaal. Zu sehen sind die Sitzreihen und Unterlagen auf den Tischen.
    Der Landtag in Sachsen-Anhalt vor der konstituierenden Sitzung (Jan Woitas / dpa)
    Der SPD-Kandidat Willingmann erhielt in Magdeburg 33 Stimmen, 48 Abgeordnete votierten gegen ihn. Ein Vize-Posten im Landtagspräsidium bleibt damit vorerst unbesetzt. Zuvor hatten der AfD-Abgeordnete Tillschneider und der CDU-Abgeordnete Borchert die nötigen Mehrheiten bekommen.
    Rausch war am Vormittag gewählt worden. Damit gibt es erstmals einen Parlamentspräsidenten aus den Reihen der in Teilen als rechtsextrem eingestuften AfD. Rausch erhielt 48 Ja-Stimmen. Die BSW-Fraktion hatte angekündigt, ihn zu wählen, aber es kamen noch mehrere zusätzliche Stimmen dazu. Dies löste eine Debatte um mögliche CDU-Abweichler bis in die Bundespolitik aus.
    Diese Nachricht wurde am 06.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.