
Beide Kandidaten mobilisierten noch einmal in großen Kundgebungen ihre Anhänger. Er sei davon überzeugt, dass die brasilianische Gesellschaft einen strukturellen Wandel wolle, sagte der 80-jährige Lula vor Tausenden in São Paulo. Flávio Bolsonaro trat zunächst in Belo Horizonte auf, später dann im Nobelviertel von Rio de Janeiro, Barra da Tijuca.
Umfragen sahen zuletzt beide Bewerber mit jeweils 50 Prozent der Stimmen gleichauf. Während der seit 2023 amtierende Lula für die Fortsetzung seiner Sozial- und Klimapolitik wirbt, hat Bolsonaro versprochen, härter gegen Kriminalität vorzugehen sowie einen politischen Neuanfang einzuleiten. Bolsonaro ist der älteste Sohn des wegen eines Putschversuchs verurteilten ehemaligen Staatschefs Jair Bolsonaro.
Die erste Wahlrunde Anfang Oktober hatte Flávio Bolsonaro überraschend mit 47 Prozent der Stimmen gewonnen. Lula kam auf 45 Prozent.
Diese Nachricht wurde am 25.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





