EU-Gipfel
Streit um künftigen Haushalt: Ratspräsident Costa will offenbar in den kommenden Wochen neuen Verhandlungsvorschlag präsentieren

Im Streit um den künftigen EU-Haushalt will Ratspräsident Costa in den kommenden Wochen einen neuen Verhandlungsvorschlag präsentieren.

    Belgien, Brüssel: Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten sind zum EU-Gipfel zusammengekommen.
    EU-Gipfel in Brüssel (Michael Kappeler/dpa-POOL/dpa)
    Das teilte eine EU-Beamtin in Brüssel am Rande des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs mit. Diese könnten den Angaben zufolge dann am 26. November zu einem Sondertreffen zusammenkommen. Ratspräsident Costa will die Verhandlungen den Angaben zufolge in verschiedenen Bereichen vorantreiben. So solle etwa verhindert werden, dass die nationalen Beiträge für einzelne EU-Mitglieder auf ein politisch nicht mehr akzeptables Niveau steigen. Außerdem soll der Haushalt flexibel genug gestaltet werden, um auf unvorhersehbare Krisen angemessen zu reagieren.
    In dem Streit geht es um den Etatentwurf für die Jahre 2028 bis 2034. Bundeskanzler Merz und die Regierungschefs mehrerer weiterer Länder fordern deutliche Kürzungen. Merz hatte vor Beginn des EU-Gipfels erklärt, von einer Einstimmigkeit seien die Staaten weit entfernt. Der Entwurf für 2028 bis 2034 sieht bislang eine erhebliche Aufstockung des Budgets vor.
    Diese Nachricht wurde am 16.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.