Karibik
Suche nach vermissten Armeeangehörigen: El Salvador schickt Soldaten nach Haiti

El Salvadors Präsident Bukele hat in den vergangenen Tagen rund 2.000 Soldaten nach Haiti geschickt, um nach mehreren vermisstem Armeeangehörigen zu suchen.

    Ein Polizist mit schusssicherer Weste steht an einem Checkpoint in Port-au-Prince in Haiti. Dahiner ein bunt bemaltes Auto.
    Polizist an einem Checkpoint in Port-au-Prince (IMAGO / ZUMA Wire / IMAGO / Jose A. Iglesias)
    Wie das salvadorianische Außenministerium mitteilte, handelt es sich um vier Luftwaffentechniker, die einer internationalen Mission zu Bekämpfung der
    Bandenkriminalität in Haiti angehören. Die Männer werden seit einem Angriff nordöstlich der Hauptstadt Port-Au-Prince vor mehr als einer Woche vermisst und wurden möglicherweise getötet. Eine Hilfsorganisation übergab der Mission Leichen. Bislang ist aber unklar, ob es sich dabei um die Vermissten handelt.
    Seit der Ermordung von Präsident Moïse 2021 hat Haiti kein Staatsoberhaupt mehr. Gewalttätige Banden kontrollieren die Hauptstadt Port-au-Prince. Sie haben nach Angaben der Vereinten Nationen alleine in den ersten fünf Monaten des Jahres 2.300 Menschen getötet.
    Lesen Sie hierzu auch: Termin für erste Präsidentschaftswahl in Haiti seit 2016 erneut verschoben.
    Diese Nachricht wurde am 30.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.