
Woodford und Hall hätten neue makroökonomische Modelle zur Umsetzung wirksamer Stabilisierungsmaßnahmen entwickelt, fuhr die Akademie fort. Auf Grundlage dieser Modelle könnten rechtzeitig ergriffene finanz- und geldpolitische Maßnahmen die Schwankungen der Konjunktur abfedern.
Rüstzeug zur Vermeidung wirtschaftlicher Schocks
Die Preisträger hätten eine solide theoretische Grundlage für die Modelle geliefert, die heute von Regierungen und Zentralbanken weltweit verwendet würden, erklärte der Vorsitzende des für den Wirtschaftsnobelpreis zuständigen Komitees, Hassler. Damit sei die Welt besser gerüstet, um wirtschaftliche Schocks wie Energiekrisen oder plötzliche Veränderungen beim Konsumverhalten zu bewältigen.
Nachträglich gestifteter Preis
Dotiert ist die Auszeichnung mit umgerechnet rund einer Million Euro. Der Preis für Wirtschaftswissenschaften wird traditionell nach den anderen Nobelpreisen bekanntgegeben. Er geht als einziger der Preise nicht auf das Testament des schwedischen Industriellen und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel (1833-1896) zurück. Der Wirtschaftspreis wurde 1968 nachträglich gestiftet und 1969 erstmals vergeben. Deshalb nennt die Nobel-Stiftung ihn nicht offiziell Nobelpreis, sondern Preis der Schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften in Gedenken an Alfred Nobel.
Diese Nachricht wurde am 12.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






