
Laut der Studie im Fachmagazin Communications Psychology entscheidet vor allem das dritte Lebensjahr mit, ob ein Kind später depressives Verhalten ausprägt. Die Forscher haben über 15 Jahre hunderte Familien begleitet und beobachtet. Heraus kam: Wenn die Eltern ihr Kind oft unterstützten, Nähe gaben und ermutigten, dann war in späteren Jahren das Belohnungssystem im Hirn aktiver, das Freude, Begeisterung und Genuss empfinden lässt.
War die Erziehung von einem oder beiden Elternteilen eher durch Härte, Grobheit oder übermäßige Einmischung geprägt, konnten die Kinder im Schnitt weniger Begeisterung, Freude und Glück entfalten - auch in späteren Jahren als Jugendliche und junge Erwachsene.
Die Forscher vermuten: Eine positive Erziehung kann das Gehirn von Kindern quasi darauf "programmieren", die erfreulichen Dinge des Lebens wahrzunehmen. Das Team weist jedoch auch darauf hin, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handele. Eine eindeutige Kausalität kann durch solche Studien nicht nachgewiesen werden.
Diese Nachricht wurde am 11.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
