Vereinbarung mit Putin
"Zeichen der Schwäche" - Selenskyj kritisiert US-Deal zu russischem Diesel - Lob von Weidel

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat die Vereinbarung der USA mit Russland zur Lieferung von Diesel kritisiert. Das sei eine Investition in den Krieg gegen die Ukraine. Selenskyj sprach von einem Zeichen der offensichtlichen Schwäche. Russland werde die Vereinigten Staaten noch weniger ernst nehmen.

    Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj im Porträt.
    Der ukrainische Präsident Selenskyj (Archivfoto vom 4. Oktober 2026) (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    US-Präsident Trump hatte am Abend bekanntgegeben, dass er sich mit dem russischen Präsidenten Putin auf die Diesel-Lieferungen geeinigt hat. Russland werde mehrere Hunderttausend Tonnen Diesel auf den Weltmarkt bringen. Washington setzt dafür bis April 2027 vorübergehend ein Verbot für den Kauf von russischen Erdölprodukten aus. Die Treibstoff-Preise sind aufgrund des Iran-Krieges weltweit massiv gestiegen.
    Die AfD-Bundesvorsitzende Weidel lobte die Vereinbarung von Trump und Putin. Sie äußerte die Hoffnung, dass die Preise für Diesel-Kraftstoff sinken.

    Weitere Tote bei Luftangriffen

    Unterdessen wurden bei erneuten russischen Angriffen im Südosten der Ukraine mindestens sieben Menschen getötet und weitere verletzt. Die Gebietshauptstadt Saporischschja sei an mehreren Stellen getroffen worden, schrieb der Militärgouverneur der gleichnamigen Region, Mychajlo Semikin, auf der Plattform Telegram. Semikin veröffentlichte Fotos und Videos, die Schäden und starke Zerstörungen an Wohnhäusern und ausgebrannte Autos zeigen.
    Die Ukraine nahm bei Gegenangriffen ihrerseits das südrussische Gebiet Rostow ins Visier. Der Gouverneur der Region, Juri Sljussar, schrieb bei Telegram, mehr als 100 Drohnen seien über dem Gebiet abgewehrt worden. Es habe Brände und Schäden an Wohnhäusern infolge ukrainischer Angriffe gegeben. Zudem sei eine Eisenbahnbrücke beschädigt worden. In der Stadt Asow seien zwei Schiffe beschädigt worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau gab an, in der Nacht 560 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten und der annektierten Krim abgewehrt zu haben. 
    Diese Nachricht wurde am 10.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.