Offene Drogenszene
Crack-Problem in deutschen Städten: Drogenbeauftragter Streeck fordert gemeinsame Anstrengungen

Der Bundesdrogenbeauftragte Streeck hat sich für eine gemeinsame Kraftanstrengung ausgesprochen, um dem zunehmenden Konsum von Crack in deutschen Städten zu begegnen.

    Eine Abhängige zündet sich in Frankfurt am Main eine Crack-Pfeife an.
    Der Crack-Konsum hat in deutschen Städten zugenommen (Archivbild). (dpa / Boris Roessler)
    Man habe Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen eingeladen, um in zwei Wochen gemeinsam darüber zu diskutieren, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Außerdem habe man gemeinsam mit Frankreich eine Forschungsinitiative ins Leben gerufen, um zu verstehen, wie man medizinisch damit umgehen könne. Es hätten sich bereits zwanzig Staaten angeschlossen. Streeck betonte jedoch, er glaube nicht, dass bereits eine Stadt weltweit den Weg für einen guten Umgang mit dem neuen Problem gefunden habe.
    Crack ist Kokain, das mit Natriumkarbonat aufgekocht wurde. Es wird meist in der Pfeife geraucht und macht stark abhängig. Auch in Köln beschwerten sich zuletzt verstärkt Anwohner und Gewerbetreibende über Probleme wegen des offenen Konsums. Gesundheitsdezernent Rau sprach im Deutschlandfunk von einer komplett neuen Drogensituation, von der man schon überfordert sei. Köln unternehme aber bereits einiges. Die Situation wäre Rau zufolge ohne das Wirken der Stadt wahrscheinlich noch deutlich schlimmer.
    Diese Nachricht wurde am 22.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.