Statistik
95 Prozent des vererbten Vermögens entfällt auf Westdeutschland

Beim Erben und Verschenken von Vermögen zeigen sich auch rund 36 Jahre nach der Wiedervereinigung deutliche Unterschiede zwischen Ost und ⁠West.

    Auf ein Blatt wurde Testament geschrieben, die Mine des Kugelschreibers sind zu erkennen.
    Zwischen Ost- und Westdeutschland gibt es große Unterschiede beim vererbten Vermögen. (Jens Büttner / dpa-Zentralbild / dpa)
    Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, entfielen im Jahr 2025 auf den Westen 95 Prozent des Gesamtwerts der steuerlich berücksichtigten Vermögensübertragungen. Das ist eine Gesamtsumme von 142,5 Milliarden Euro. Die östlichen Länder und Berlin kommen auf acht Milliarden Euro. Auf die Einwohnerzahl gerechnet, wurden im ⁠Westen gut 2.100 Euro pro Kopf übertragen, ⁠im Osten waren es knapp ‌500 Euro.
    Die meisten Erbschaften und Schenkungen liegen allerdings innerhalb der persönlichen Freibeträge und werden für die Statistik nicht erfasst.
    Die Unterschiede zwischen Ost und West spielen auch in der aktuellen Rentendebatte eine Rolle. Gegner der Abschaffung der so genannten Rente mit 63 verweisen darauf, dass für viele ostdeutsche Ruheständler die gesetzliche Rente die einzige finanzielle Säule im Alter sei.
    Diese Nachricht wurde am 29.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.