Donnerstag, 08. Dezember 2022

Dossier / Flucht und Migration

Ukrainische Flüchtlinge werden in Polen registriert - im Nationalstadion in Warschau hat der Staat ein PESEL-Registrierungszentrum errichtet
Ukrainische Flüchtlinge werden in Polen registriert - im Nationalstadion in Warschau hat der Staat ein PESEL-Registrierungszentrum errichtet

Noch nie war die Zahl der Menschen, die weltweit vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen müssen, so hoch wie heute. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine stieg die Zahl mittlerweile auf über 100 Millionen Menschen an. In Deutschland lebten laut Statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr mindestens 3,3 Millionen Geflüchtete und Vertriebene – Tendenz steigend.

Thema / Persönliche Geschichten

Tetiana Goncharuk sitzt verkehrt herum auf einem Stuhl und stützt ihren Kopf auf die Stuhllehne. Der Blick geht in die Ferne. Sie trägt einen dunkelgrauen Pullover und Perlohringe.

Eine Familie auf der Flucht„Ich musste wildfremden Menschen vertrauen“

Als in Kiew die ersten Raketen einschlagen, ist Tetiana Goncharuk in Deutschland. Doch ihre Eltern und die Großmutter sind den Angriffen schutzlos ausgeliefert. Von Berlin aus organisiert Goncharuk die Flucht aus Kiew inmitten der Wirren des Krieges.

33:00 Minuten

Plus Eins

Die Hände eines Mannes aus Afghanistan mit einer Teetasse in den Händen.

Ehemalige Ortskraft NazarGerettet nach sieben Monaten Flucht

Nach monatelanger Flucht vor den Taliban ist der Afghane Nazar sicher in einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin angekommen. Er ist enttäuscht von der Bundeswehr, die ihn vor Ort als Übersetzer beschäftigt hat, aber dann im Stich gelassen haben soll.

06:36 Minuten

Studio 9

Friederike Lutz

Ärztin auf LesbosFriederike Lutz: "Für mich war die Zeit dort lebensverändernd"

Friederike Lutz, 37, ist Internistin und Rheumatologin. Nach neun Jahren Klinikalltag hat sie 2020 ihren Job gekündigt um auf Lesbos in Flüchtlingslagern zu arbeiten. Sie wollte dort medizinische Hilfe leisten, wo Menschen sie am dringendsten brauchen.

36:56 Minuten

Deep Talk

Die Shilouette der Hagia Sophia in Istanbul vor einem blutroten Himmel, an dem ein Flugzeug zu sehen ist.

Russen in der TürkeiAuf der Flucht vor Putin

Für viele Russinnen und Russen, die in ihrer Heimat verfolgt werden, weil sie den Angriffskrieg in der Ukraine kritisieren und missbilligen, ist die Türkei ein Zufluchtsort. Doch der Neustart dort fällt ihnen oft schwer – nicht nur finanziell.

22:35 Minuten

Weltzeit

Das Bild zeigt trans Frau Zi Faámelu, die aus Kiew geflüchtet ist.

Krieg in der UkraineDie Probleme queerer Menschen auf der Flucht

Millionen Menschen sind aus der Ukraine geflohen. Für einige war die Flucht besonders schwer: Menschen aus der LGBTQ+-Community etwa wurden diskriminiert und ausgegrenzt. Journalistin Luisa Houben hat trans Frau Zi Faámelu getroffen, die aus Kiew geflüchtet ist.

06:04 Minuten

Deutschlandfunk Nova

Nabiha

Die Midgan aus Somalia - Nabiha will keine Ausgestoßene mehr sein

Nabiha kommt aus Somalia und gehört zur Minderheit der Midgan. In Somalia werden sie geächtet - als Kind verlässt Nabiha daher selten das Haus. Als sie 14 Jahre alt ist, flüchten ihre Eltern mit ihr nach Äthiopien. Aber dort leben viele Somalier – und Nabiha und ihre Familie haben weiter Angst um ihr Leben. Trotzdem gibt Nabiha ihren Traum von einem besseren Leben nicht auf.

32:54 Minuten

Einhundert