Bedrohung
USA warnen vor Hackerangriffen auf industrielle Kühlsysteme

Die US-Behörden haben vor einer anhaltenden Cyberbedrohung für industrielle Kühlsysteme gewarnt. In einer gemeinsamen Erklärung der Bundespolizei FBI, der Cybersicherheitsbehörde CISA sowie der Ministerien für Gesundheit, Verkehr und Landwirtschaft heißt es, unbekannte ‌Hacker hätten ⁠es auf Schwachstellen in Temperaturreglern abgesehen, die mit dem Internet verbunden seien.

    Eine Angestellte im Supermarkt hat eine Kühlvitrine geöffnet und hält einen Joghurtbecher in der Hand.
    Auch die USA warenn vor einer anhaltenden Cyberbedrohung für industrielle Kühlsysteme (Archivbild). (picture alliance / AnnaStills / Anna Tolipova)
    Die Behörden riefen die Betreiber von Supermärkten und Kühlhäusern dazu auf, ihre Steuerungssysteme vom öffentlichen Internet zu trennen, sie von den Unternehmensnetzwerken zu isolieren und umgehend Software-Updates ​zu installieren.
    In den USA und in mehreren Staaten Europas, darunter Deutschland, hatte es in der letzten Zeit Cyberattacken auf gewerbliche Kühlanlagen gegeben. Die Angriffe erfolgten unter anderem auf Unternehmen, die die Kühlsysteme aus der Ferne warten. Manipuliert wurden vor allem Anlagen, die auch über eine Heizung zum Abtauen verfügen. Die Anlagen heizten sich durch die Angriffe auf bis zu 50 Grad auf. Große Mengen an Lebensmitteln mussten vernichtet werden.
    Betroffen waren Supermärkte in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern. Cyberangriffe wurden in den vergangenen Tagen auch auf Supermärkte in Belgien, Schweden, Irland, Luxemburg, Estland, Finnland und den Niederlanden gemeldet. In Frankreich wurden auch Kühlsysteme von Blutbanken angegriffen. Die Attacken wurde aber rechtzeitig entdeckt.
    Diese Nachricht wurde am 06.11.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.