
Danach bekamenhochgerechnet mehr als 200.000 Jungen und Mädchen eine ADHS-Neudiagnose. Jungs erhalten diese etwa doppelt so häufig wie Mädchen. Die Erstdiagnose erfolgt den Daten zufolge überwiegend in der Grundschulzeit. Gleichzeitig waren fast 620.000 Kinder und Jugendliche zwischen drei und 17 Jahren wegen ADHS in Behandlung - das sind rund fünf Prozent dieser Altersgruppe.
Psychiatrie-Fachleute sehen als wahrscheinliche Ursachen für den Anstieg eine Spätfolge der Corona-Pandemie, als "wichtige Lernschritte eventuell unterbrochen oder verzögert wurden". Aber auch ein wachsender Druck auf Kinder sowie negative Einflüsse durch die Sozialen Medien werden als mögliche Gründe genannt. Sicherlich sei zudem das Thema ADHS in der Öffentlichkeit auch präsenter geworden, hieß es weiter.
Diese Nachricht wurde am 10.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
