
Die Ukraine werde keine Angriffe mehr auf Energieanlagen in Russland durchführen, wenn sich Russland ebenfalls zu diesem Schritt verpflichte, sagte Selenskyj am Rande der UNO-Generaldebatte in New York. Dieser Vorschlag werde von den USA an die russische Seite übermittelt. Der ukrainische Präsident betonte zugleich, dass nicht über einen einseitigen Verzicht auf Angriffe gegen russische Raffinerien gesprochen worden sei. Vor einigen Tagen hatte Trump die steigenden Dieselpreise in den USA auf ukrainische Attacken gegen russische Raffinerien zurückgeführt.
Selenskyj sprach nach eigenen Angaben mit Trump auch über die Lieferung zusätzlicher Patriot-Flugabwehrraketen. Eine konkrete Antwort habe er jedoch nicht erhalten, sagte der ukrainische Präsident nach dem knapp einstündigen Gespräch. Niemand habe den Wunsch nach weiteren Waffenlieferungen ausdrücklich zurückgewiesen, eine Zusage aus Washington habe es aber ebenfalls nicht gegeben. Die Ukraine drängt seit längerem auf zusätzliche Patriot-Systeme und Flugkörper, um sich besser gegen russische Raketenangriffe schützen zu können.
Am zweiten Tag der Generaldebatte wird Selenskyj heute eine Rede vor der UNO-Vollversammlung halten. Zuvor nimmt er an einer Sitzung des UNO-Sicherheitsrats teil. Dort soll es unter anderem um die Lage in der Ukraine und die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges gehen.
Diese Nachricht wurde am 23.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
