Hilfe zur Pflege
Ausgaben für Sozialhilfe steigen um rund sechs Prozent – Städtetag fordert Pflegevollversicherung

​Die Ausgaben für Sozialhilfe in Deutschland sind im vergangenen Jahr auf 21,5 Milliarden Euro gestiegen.

    Illustration: Fürsorglicher älterer Ehemann hilft seiner pflegebedürftigen im Rollstuhl sitzenden Frau beim Baden in einer Badewanne
    Der Anstieg bei der Sozialhilfe ist vor allem auf die Hilfe zur Pflege zurückzuführen. (Imago / fStop Images / Malte Müller)
    Im Vergleich zu 2024 registrierte das Statistische Bundesamt eine Zunahme von 6,1 Prozent. Die Entwicklung wurde vor allem auf höhere Aufwendungen für die Hilfe zur Pflege zurückgeführt. Allein hier lagen die Kosten den Angaben zufolge bei sechs Milliarden Euro.
    Der Deutsche Städtetag bekräftigte Forderungen nach Einführung einer Pflegevollversicherung. Präsident Jung sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung, Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet hätten, würden dann nicht mehr wegen der Pflegekosten in die Sozialhilfe fallen. Für die kommunalen Haushalte bedeute eine solche Umstellung Jahr für Jahr eine Entlastung in Milliardenhöhe, führte der SPD-Politiker aus.
    Die Bundesregierung plant eine Pflegereform. Die Einführung einer Vollversicherung gilt jedoch aufgrund der Kosten und unterschiedlichen Auffassungen in der Koalition als unwahrscheinlich.
    Diese Nachricht wurde am 21.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.