
Anfang Juli lag der Eigenanteil für das erste Jahr im Heim im bundesweiten Schnitt bei mehr als 3.360 Euro pro Monat. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des Verbands der Ersatzkassen. Die Kosten lagen damit um knapp 120 Euro höher als zu Jahresbeginn und um fast 260 Euro höher als im Juli des vergangenen Jahres.
Regional gibt es erhebliche Unterschiede. Im Ländervergleich am teuersten war die Pflege im ersten Heim-Jahr in Bremen mit durchschnittlich rund 3.760 Euro. Am niedrigsten war der Eigenanteil in Sachsen-Anhalt mit gut 2.890 Euro pro Monat. Ein Grund für die Entwicklung sind demnach gestiegene Personalkosten.
Die Vorstandschefin des Ersatzkassenverbands, Elsner, betonte, dass es richtig sei, Pflegekräfte gut zu bezahlen. Es könne jedoch nicht sein, dass das zu immer stärkeren Belastungen der Pflegebedürftigen führe. Es brauche eine Begrenzung des Kostenanstiegs, und die avisierte Pflegereform müsse eine faire Lastenteilung und austarierte Eigenanteile erreichen.
Diese Nachricht wurde am 14.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
