
Die Hauptstadt gilt vor der Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes am Samstag hinter München und Köln-Rhein-Ruhr nur noch als Außenseiter für die deutsche Kandidatur. In einem am Dienstag veröffentlichten Prüfbericht der DOSB-Evaluierungskommission schnitt die Hauptstadt mit ihrem Konzept deutlich schlechter ab als ihre beiden Mitbewerber.
Zudem wurde bei der Abgeordnetenhauswahl der schwarz-rote Senat, der die Pläne vorangetrieben hatte, abgewählt. Wahlsiegerin Eralp von den Linken ist Olympia-Gegnerin und hatte bereits den Bewerbungsprozess samt Kosten kritisiert. Die Metropole wollte sich mit dem Konzept "Berlin+" gemeinsam mit Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben.
Zuversicht in NRW und Bayern
Christoph Nießen vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen ist optimistisch, dass Köln-Rhein-Ruhr das Rennen machen wird. Er sagte dem Deutschlandfunk: "Die Evaluierung der Bewerbung hat ergeben, dass wir in vier von sieben Kategorien deutlich vorne liegen. Wir fahren optimistisch nach Baden-Baden. Wir haben ein starkes Konzept. Wir wollen gewinnen."
Ebenso siegessicher zeigt sich der Bayerische Landessportverband. Auf dessen Webseite heißt es: "München wird als der beste deutsche Austragungsort bewertet.
Das macht Mut, mit der internationalen Strahlkraft Münchens am Samstag auch die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB zu überzeugen!"
Das macht Mut, mit der internationalen Strahlkraft Münchens am Samstag auch die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB zu überzeugen!"
Laut Otto Fricke, dem Vorstandsvorsitzenden des DOSB, ist egal, wer am Ende gewinnt. Wichtig sei, dass man am Ende zusammenstehe und sage, das ist jetzt der deutsche Bewerber und diesen Effekt auch nutze, sagte er dem Deutschlandfunk.
Diese Nachricht wurde am 24.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
