06. August 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Es geht weiter um den Fund einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle. Die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG schreibt zum möglichen Auftraggeber für den Drohnenflug:

    Leipziger Flughafen Schkeuditz - Sprengstoff an Drohne wird von einem Experten mithilfe eines Roboters entschärft. Im Hintergrund steht ein Flugzeug.
    Der Drohnenfund am Flughafen Leipzig beschäftigt auch heute die Zeitungskommentatoren. (Imago / EHL Media )
    "Der Verdacht, dass es sich um einen versuchten Anschlag im Auftrag Russlands handeln könnte, lässt sich gut begründen. Der russische Militärgeheimdienst lässt an vielen Stellen auf dem Kontinent spionieren, sabotieren und Anschläge verüben. Oft nutzt er dazu online angeheuerte Amateure – das reduziert nicht nur das Risiko, dass eigene Geheimdienstoffiziere verhaftet werden, sondern eröffnet Spielraum, die Taten abzustreiten."
    Die SCHWÄBISCHE ZEITUNG aus Ravensburg konstatiert:
    "Deutschland erlebt eine gezielte Serie hybrider Angriffe. Das ist ein Krieg gegen unsere offene Gesellschaft. Treibende Kraft ist Russlands Diktator Putin. Sein Kalkül: Demokratien erschüttern, Vertrauen in den Staat zersetzen, Gesellschaften spalten."
    Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG warnt vor voreiligen Schlüssen, da es bislang keine Gewissheiten zum Urheber des Drohnenflugs gebe:
    "Deswegen ist es unseriös, Russland als Schuldigen zu benennen. Der Staat muss sich schon sicher sein. Es geht hier um eine Frage von weitreichender außenpolitischer Bedeutung."
    Das HANDELSBLATT moniert:
    "Wie so oft hat Deutschland offensichtlich kein Gesetzes-, sondern ein Vollzugsproblem. Bei der Beobachtung des bodennahen Luftraums sind die Behörden weiter nahezu blind. Das beste Drohnenabwehrzentrum nützt nichts, wenn der Bundespolizei an den Flughäfen noch die Abfanggeräte fehlen. Und auch die rechtliche Grundlage ist noch nicht so, dass die Behörden bei solchen Vorfällen schnell und unkompliziert handeln können."
    Die Zeitungen der MEDIENGRUPPE BAYERN greifen das Krisentreffen zum Niedrigwasser in Bonn auf:
    "Wasserwege haben in Deutschland keine Priorität. Doch wenn die Pegel wie jetzt an Rhein, Donau und Elbe gefährlich tief sinken, dann fällt schnell auf, wie entscheidend dieser Verkehrsträger ist. Können Frachtschiffe nicht ablegen, reißen im schlimmsten Fall Lieferketten, die Versorgung der Bevölkerung gerät in Gefahr. Doch die Politik hangelt sich mit Notfallplänen durch."
    Und der KÖLNER STADT-ANZEIGER gibt zu bedenken:
    "Massenhaftes Fischsterben, steigende Wassertemperaturen, sinkender Sauerstoffgehalt, ausgetrocknete Auen - Niedrigwasser in den Flüssen ist nur Teil einer Wasserkrise, die sich durch den Klimawandel weiter verschärfen wird. Welche Folgen haben höhere Konzentrationen an Schadstoffen für die Trinkwassergewinnung aus dem Rheinuferfiltrat? Verkehrsminister Bilger kann sich nicht allein auf die Folgen der ausgetrockneten Wasserstraßen für die Wirtschaft konzentrieren, sondern muss als Mitglied der Bundesregierung das gesamte System im Blick haben."