
"Man kann einigen linken Aktivisten einen regelrechten Hass auf Israel nicht absprechen. Und dass jetzt ein Bundestagsabgeordneter herzlich mit dem Sohn eines Clan-Chefs schreibt und sich mit einem berüchtigten Hamas-Fan abbilden lässt, könnte der Partei noch schwer auf die Füße fallen."
"Spitzenkandidatin Elif Eralp setzen die Vorfälle unter Druck", bemerkt die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf:
"Sie ist darum bemüht, sich von organisierter Kriminalität und Judenhass zu distanzieren. Nur: Spürbare Konsequenzen sind aus ihren Worten bislang nicht gefolgt."
Die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg fordert:
"Eralp wird beim Landesparteitag an diesem Freitag, der Sondierungsgesprächen den Weg ebnen soll, eine Autorität an den Tag legen müssen, die sie als Regierende Bürgermeisterin ohnehin zwingend braucht."
"Die Berliner Linkspartei ist nicht regierungsfähig", konstatiert des STRAUBINGER TAGBLATT:
"SPD und Grüne sollten jetzt politischen Anstand zeigen. Für eine Koalition mit dem gemäßigten Konservativen Stefan Evers gibt es auch eine Mehrheit. Ein solches Bündnis könnte in der Hauptstadt zeigen, was noch in der demokratischen Mitte steckt."
Angesichts der Reform-Debatten nach den Landtagswahlen prophezeit die RHEINPFALZ aus Ludwigshafen:
"Reformen – der Begriff hat das Zeug dazu, Unwort des Jahres zu werden. Zwar betonen praktisch alle, dass das Land Veränderungen braucht. Sobald es aber konkret wird, hebt das große Aber an. Bleiben die Reformen aber gänzlich aus, wird das zu einer noch größeren Ungerechtigkeit führen."
"Der zweite Herbst der Reformen droht so trocken zu werden wie der erste", befürchtet die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG:
"Es war nicht anzunehmen, dass die Schockwellen der Landtagswahlen in eine Reformpolitik aus einem Guss münden würden. Zu groß ist die Verunsicherung sowohl in der Union wie in der SPD."
Die WESTDEUTSCHE ZEITUNG aus Wuppertal kritisiert die Aussagen des Bundeskanzlers zu einer Reform der Krankenversicherung:
"Ungefragt eröffnet Merz in einer der größten Regierungskrisen der Bundesrepublik eine politische Kampfzone. Danach war eine Horde von Beratern damit beschäftigt, das Thema wieder einzufangen."
Und der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER hält fest:
"Eine für alle Versicherten geltende Bürgerversicherung wird es mit Merz und der CDU wohl doch nicht geben. Die Aussagen waren wohl eher ein etwas hilfloser Versuch, auf die Bürger einzugehen. Er ist gründlich misslungen. Vor dem nächsten Reformvorstoß sollte sich der Kanzler genug Zeit nehmen, um alles ganz genau vorzubereiten. Denn ansonsten hinterlässt er erneut einen Scherbenhaufen."
