23. September 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Die Zeitungen befassen sich vor allem mit der Regierungsbildung nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin.

Wahlparty von der Linken Berlin mit Ferat Kocak, Ines Schwerdtner, Kerstin Wolter und Elif Eralp
Thema in den Zeitungen: Die Regierungsbildung in Berlin nach dem Wahlsieg der Linken. (picture alliance / Daniel Lakomski)
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG meint zur Debatte um Antisemitismus bei der Wahlsiegerin Die Linke und zu einem möglichen Regierungsbündnis mit SPD und Grünen: "Beide Parteien könnten eine Koalition mit dieser speziellen Berliner Linkspartei auch einfach ablehnen. Es gäbe eine Mehrheit mit der CDU."
Das Portal T-ONLINE aus Berlin moniert: "Antisemitismus und Antizionismus haben - leider - nicht nur Platz in dieser Gesellschaft, sondern auch im künftigen Abgeordnetenhaus in Berlin. Das Mindeste wäre es deshalb für die SPD, einzufordern, dass diese Leute im künftigen Senat oder in der Fraktion der Linkspartei keine tragende Rolle spielen dürfen."
DIE TAGESZEITUNG - TAZ - wendet ein: "Was gerade in Berlin geschieht, ist eine Kampagne gegen die Linkspartei. Die ganz große Koalition der Verlierer:innen aus CDU, SPD und Teilen der Grünen versucht, den Einzug der Wahlsiegerin Elif Eralp ins Rote Rathaus zu verhindern – mit allen Mitteln."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU mahnt: "Während es derzeit gegen Links sehr laut tönt, vermisst man den politischen Aufschrei gegenüber Rechts. Natürlich ist es sehr erforderlich, von der Linken, speziell in Berlin, jetzt ein überzeugendes Handeln gegen die antisemitischen Strömungen in ihren Reihen zu verlangen. Vor allem aber darf die kritische Frage nach der Regierungsfähigkeit der Linken keinen Augenblick lang ablenken davon, wie nahe verfassungsfeindliche Pläne der AfD ihrer Realisierung gekommen sind."
Die NÜRNBERGER ZEITUNG folgert: "Eine rot-grün-rote Koalition würde genau dies bewirken - mehr Spaltung der Mitte. Zumal ja auch ein Bündnis zwischen CDU, Grünen und SPD machbar ist - die in vielen Punkten mehr Gemeinsamkeiten hätten."
Die Preise für Benzin und Diesel beschäftigen die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt (Oder). Sie schaut auf die 12-Uhr-Regel mit maximal einer Preiserhöhung am Tag: "Sie führt zu insgesamt höheren Durchschnittspreisen. Kein Wunder: Wenn Unternehmen einen Tag lang keine Erhöhung vornehmen können, haben sie einen Anreiz, um 12 Uhr einen Sicherheitsaufschlag einzupreisen."
Die PASSAUER NEUE PRESSE folgert: "Egal, welche Maßnahme die Politik auch beschließt: Die Öl-Multis werden immer Mittel und Wege finden, ihre Gewinnmargen weiter in die Höhe zu treiben."
Die RHEINPFALZ aus Ludwigshafen findet: "Deutschland kann kaum eigenes Öl fördern, aber immer mehr Strom selbst erzeugen. Wer elektrisch fährt, ist deshalb nicht von Energiepreisen unabhängig. Aber sein Auto hängt nicht unmittelbar am Ölpreis und den politischen Verhältnissen in Förderländern. Wer zu Hause laden und vielleicht sogar Strom vom eigenen Dach nutzen kann, erlebt diese Unabhängigkeit deutlich."