25. September 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Kommentiert wird der heute beschlossene Tankrabatt, der Diesel und Benzin günstiger machen soll. Die FRANKFURTER RUNDSCHAU schreibt:

    "Der Tankrabatt ist eine schlechte Idee. Hohe Spritpreise treffen zwar nicht wenige Menschen hart, die auf das Auto angewiesen sind. Nur macht es keinen Sinn, wenn der Staat Milliarden verteilt, ohne zu fragen, wer die Hilfe braucht. Wer einen 70.000-Euro-SUV fährt und ihn viel bewegt, bekommt viel Entlastung. Wer einen sparsamen Kleinwagen hat, kriegt wenig. Wer sich kein Auto leisten kann, bekommt nichts. Sozial angemessen ist das nicht."
    Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER meint:
    "Tauglicher wären Direktzahlungen an Menschen mit geringen Einkommen. Und zur Gegenfinanzierung Übergewinnsteuern für Mineralölkonzerne. Beides geht nicht, sagt die Regierung. Wieso? Für das eine müssten Hunderte Beamte die Steueridentifikationsnummern aller Bürger mit ihren Bankdaten matchen. Für das andere müssten Juristen eine rechtssichere Grundlage ausarbeiten. Aber die Regierung tut gerade so, als hätte der Spritpreis-Schock sie kalt erwischt. Dabei setzen Ölkrisen die deutsche Wirtschaft seit Jahrzehnten immer wieder unter Druck."
    Vielfach gelobt wird hingegen die von der Bundesregierung geplante Frühstartrente. In den Zeitungen der MEDIENGRUPPE BAYERN heißt es:
    "Vergleichsweise unkompliziert sollen gerade die Jüngeren, die am wenigsten von der gesetzlichen Rente haben werden, staatlich bezuschusst einen Kapitalstock aufbauen. Gemessen an der langjährigen Dax-Entwicklung könnten so aus 50 Euro im Monat nach 40 Jahren bis zu 150 000 Euro werden – was anschließend 20 Jahre lang 1000 Euro zusätzliche Rente bedeuten könnte. Eine bessere Chance wird es kaum geben."
    Auch die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG meint:"Es ist kein ganz großer Wurf, aber ein richtiges Zeichen hin zu einer Vorsorge über den Kapitalmarkt."
    In den USA ist der Besuch des chinesischen Staatschefs Xi zu Ende gegangen. Die LAUSITZER RUNDSCHAU aus Cottbus beobachtet:
    "Seit Jahrzehnten schimpft US-Präsident Donald Trump über kommunistische Staaten. Und was macht er jetzt? Er rollt den roten Teppich aus für Xi Jinping, den mächtigsten Kommunisten auf dem Erdball. Denn der Präsident verehrte immer schon Autokraten, die uneingeschränkte Macht haben."
    Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG analysiert:
    "China und die USA liefern sich einen Wettlauf um wirtschaftliche Folterinstrumente – mit dem Ziel, den jeweils anderen in den Würgegriff zu nehmen. Die Exportkontrollen für Seltene Erden sind ein Beispiel dafür. Ein anderes ist künstliche Intelligenz, für das nun ein neuer Dialog eingerichtet werden soll. Für beide ist die größere Gefahr jedoch nicht, die Kontrolle über die Technologie zu verlieren, sondern im Wettlauf um die Vorherrschaft hinter die jeweils andere Seite zurückzufallen."