27. September 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Bundesgesundheitsminister Linnemann will am Mittwoch dem Kabinett seinen Gesetzentwurf zur Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung vorlegen. Die SPD droht mit einer Blockade.

    Gesundheitsminister Linnemann im Bundestag
    Gesundheitsminister Linnemann (CDU) (picture alliance / Andreas Gora / Lenny Karpe)
    Die ALLGEMEINE ZEITUNG aus Mainz schreibt:
    "Eine Verschiebung um ein paar Wochen wäre kein Beinbruch. Was Gesundheitsminister Linnemann präsentieren will, dürfte auf den Vorarbeiten seiner Vorgängerin Warken fußen, die im Juni Eckpunkte vorgelegt hatte. Mit Reform hatte das wenig zu tun. Es war ein reines Sparpaket zulasten der Versicherten und ihrer Angehörigen."
    Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG konstatiert:
    "Die Pflegereform ist wirklich nicht perfekt und setzt in Teilen falsche Schwerpunkte. Skandalös bleibt die Kürzung bei den Rentenpunkten für pflegende Angehörige. Der erste Schritt ist ein reines Not-Spar-Paket und wird nicht reichen. Aber er ist nötig."
    Auch die FRANKFURTER RUNDSCHAU mahnt eine langfristige Finanzierung der gesetzlichen Pflegeversicherung und entsprechende Reformen an:
    "Aber die Lasten müssen fair verteilt werden. Die Kürzungen dürfen nicht vorrangig Pflegende, Bedürftige und ihre Angehörigen treffen."
    Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt/Oder notiert:
    "Die SPD bringt ihre alte Idee wieder ins Spiel, die private Pflegeversicherung einen Teil der höheren Kosten in der gesetzlichen Pflegeversicherung ausgleichen zu lassen. Das ist systematisch gar nicht mal unvernünftig, doch sehr kompliziert - und es löst das akute Acht-Milliarden-Problem nicht."
    Bayerns Landeshauptstadt München ist die deutsche Bewerberin für die Austragung der Olympischen Spiele und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Die TAGESZEITUNG notiert:
    "Jetzt muss nur noch das Internationale Olympische Komitee von den Vorzügen der bayerischen Landeshauptstadt überzeugt werden. Einfach ist das gewiss nicht. Und es erfordert einen Akt der beinahe totalen Unterwerfung unter das Regime des IOC. Das fordert jede Menge staatliche Garantien zur Finanzierung der Spiele. Der Bund, das Land Bayern und die Kommune München werden sich großzügig zeigen. Während in den Etats für Soziales oder Kultur gespart wird, werden für Olympia die Kassen geöffnet."
    Die Kontrahentin, die Region Köln-Rhein-Ruhr, unterlag im Auswahlverfahren. Der KÖLNER STADT-ANZEIGER resümiert:
    "Völlig falsch wäre es, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken und die Niederlage als Ausrede zu nutzen für ein bequemes Beharren im Stillstand. Dieses Land braucht Bewegung. Und es braucht Ideen und Pläne für die Zukunft. Der Zusammenschluss von 15 Städten zu einer gemeinsamen Bewerbung hat gezeigt, dass NRW Organisation kann und Begeisterung, dass es Fantasie und Pragmatismus zu verbinden weiß. All das kann Vorbild sein und Basis für die dringend notwendige Modernisierung des Landes."