Treffen bei der UNO
Bundesaußenminister Wadephul spricht mit russischem Kollegen Lawrow

Bundesaußenminister Wadephul hat das Treffen mit seinem russischen Kollegen Lawrow in New York als sinnvoll bezeichnet, obwohl es in der Beurteilung des Ukraine-Kriegs weiterhin fundamentale Unterschiede gebe.

    Bundesaußenminister Wadephul trifft seinen russischen Amtskollegen Lawrow in New York. Beide sitzen sich an einem großen Tisch gegenüber, an dem auch noch andere Personen sitzen.
    Bundesaußenminister Wadephul trifft den russischen Außenminister Lawrow. (picture alliance / AA / photothek.de / Dominik Butzmann)
    Wadephul sagte im ARD-Fernsehen, in dem Gespräch am Rande der UNO-Vollversammlung seien - so wörtlich - "sehr harte Sachen" gesagt worden. Aber es sei Aufgabe der Diplomatie, mit Gegnern zu verhandeln, und zahlreiche Kollegen aus anderen Ländern hätten ihn darum gebeten. Bedauerlicherweise sei Russland jedoch nicht bereit, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden.
    Der russische Außenminister Lawrow hatte den Nutzen des Treffens mit Wadephul offen infrage gestellt. Er habe nichts gehört, was über die öffentlichen Äußerungen der Bundesregierung hinausgegangen wäre, kritisierte Lawrow im Anschluss an die etwa 20-minütige Begegnung. In einer Rede vor der UNO-Vollversammlung bekräftigte er die Absicht Russlands, seine militärischen Ziele in der Ukraine durchzusetzen - "egal unter welchen Umständen".
    Diese Nachricht wurde am 27.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.