Organisierte Kriminalität
Bundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zur Stärkung des Zolls

Die Bundesregierung hat eine Stärkung des Zolls zur Bekämpfung der Geldwäsche und verdächtiger Vermögen auf den Weg gebracht.

    Zoll-Razzia: Kisten mit Beweismaterial tragen Beamte bei einer Razzia aus einem Bürogebäude in Frankfurt.
    Der Zoll soll gestärkt werden (Archivbild). (picture alliance/dpa | Boris Roessler)
    Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Vermögensgegenstände mit unklarer Herkunft einfacher eingezogen werden können. Dies richte sich etwa gegen Schmuck oder Autos mit einem Wert von mehr als 100.000 Euro. Außerdem soll der Zoll besser Daten mit den Polizeibehörden austauschen können. Bundesfinanzminister Klingbeil sagte, man gebe dem Zoll die Befugnisse, die er im Kampf gegen die organisierte Kriminalität im 21. Jahrhundert brauche.
    Der Finanzanalyst Markus Meinzer von der Nichtregierungsorganisation Tax Justice Network sprach von wichtigen Schritten in die richtige Richtung. Er sagte im Deutschlandfunk, zwar könne die Zersplitterung der Zuständigkeiten zwischen den Behörden überwunden werden, doch es brauche auch eine stärkere internationale Herangehensweise.
    Diese Nachricht wurde am 12.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.