
Grund sei, dass Gashändler im Zweifel darauf spekulierten, dass der Staat eingreife, wenn die Füllstandsvorgaben nicht erreicht würden, erklärte Müller. Ohne Vorgaben müssten sich die Händler selbst absichern durch Pipeline-, Flüssiggas oder Speicher.
Gasspeicherverband: Füllstände auf Rekordtief
Nach Angaben des Branchenverbands Ines ist der aktuelle Gasspeicherfüllstand der tiefste zu dieser Zeit, "der seit Aufzeichnung der Speicherfüllstände in Deutschland 2011 aufgetreten ist". Er liegt demnach bei 49 Prozent, im vergangenen Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 67 Prozent.
Bundesverband Energie- und Wasserwirtschaft warnt vor Panikmache
Die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, Andreae, sagte im Deutschlandfunk, es könne schwer werden,
bis November das Ziel von 70 Prozent Füllstand zu erreichen
. Es sei aber kein Vergleich zum Krisenjahr 2022, als die Bundesregierung aktiv in die Gasbeschaffung eingegriffen habe. Dies habe zu höheren Preisen geführt, deshalb sei dieses Instrument mit Vorsicht zu genießen. Sie warne vor Panikmache, betonte Andreae.
Ministerium: Staatlicher Eingriff nicht vorgesehen
Das Bundeswirtschaftsministerium betonte, man sehe keine Gas-Engpässe im Winter auf Deutschland zukommen. Der geringe Stand in den deutschen Speichern führe zu keiner Mangellage, weil viel Gas importiert werde. Die Wintervorsorge liege grundsätzlich bei den Gasunternehmen und Händlern. Ein staatlicher Eingriff bei der Beschaffung sei derzeit nicht vorgesehen, man bereite für den Bedarfsfall aber Handlungsoptionen vor.
Durch den Krieg der USA gegen den Iran sind die Gaspreise hoch, weshalb Händler derzeit weniger einkaufen. Die Linke und Verbraucherschützer warnten vor steigenden Preisen.
Diese Nachricht wurde am 21.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



