Kriminalität
Bundestag berät Gesetz gegen K.O.-Tropfen - Hubig: "Starkes Signal"

Wer Menschen mit K.O.-Tropfen betäubt, um sie zu vergewaltigen oder auszurauben, soll künftig härter bestraft werden können.

    Eine Person greift an ein Longdrinkglas auf einem Tresen. Im Getränk befinden sich Eiswürfel, Pfefferminze, Limetten und ein Trinkhalm aus Metall.
    In Bars kommt es immer wieder zu Übergriffen, vor allem gegen Frauen, beim Einsatz von K.O.-Tropfen (picture alliance / Shotshop / Addictive Stock)
    Der Bundestag berät heute dazu in erster Lesung einen Entwurf der Regierung. Darin sind mindestens fünf Jahre Haft vorgesehen. Im Strafgesetzbuch sollen neben Waffen und gefährlichen Werkzeugen ausdrücklich auch "gefährliche Mittel" erfasst werden.
    Bundesjustizministerin Hubig, SPD, sagte im ARD-Fernsehen, das sei ein starkes Signal und ein starkes Stoppschild. Nötig seien zusätzlich mehr Aufklärung und Prävention - etwa Aufklärungskampagnen in Bars. Teilweise gebe es das bereits.
    Außerdem steht im Bundestag die Regierungsbefragung an. Verteidigungsminister Pistorius, SPD, und Gesundheitsminister Linnemann, CDU, stehen den Abgeordneten Rede und Antwort.
    Diese Nachricht wurde am 23.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.