
Zunächst befasst sich der Bundestag mit den Regierungsplänen, ab 1. Oktober die Steuern auf Benzin und Diesel um 17 Cent pro Liter zu senken. Bei einer Zustimmung käme es im Anschluss im Bundesrat zu einer Abstimmung, nach der die Regelung in Kraft treten könnte. Einen identischen Rabatt hatte es bereits im Mai und Juni gegeben.
Der Ökonom Georg Zachmann von der Denkfabrik Bruegel kritisierte im Deutschlandfunk, die Maßnahme habe drei große Nachteile: Sie koste den Staat viel Geld, fördere den Kraftstoffverbrauch und komme auch Menschen zugute, die nicht auf Unterstützung angewiesen seien. Zachmann verwies darauf, dass Benzin und Diesel in Europa weiterhin knapp seien.
Niedrigere Preise könnten die Nachfrage zusätzlich erhöhen und damit das Versorgungsproblem verschärfen
. Zudem warnte er vor einem internationalen Subventionswettlauf. Tankrabatte in einzelnen Ländern führten häufig dazu, dass andere Staaten nachzögen. Dadurch steige die Nachfrage nach Öl und die Preise auf den Weltmärkten würden weiter nach oben getrieben.
Zuletzt hatte die Regierungskoalition eine Regelung eingeführt, bei der die Tankstellen nur um 12 Uhr einmal am Tag die Preise erhöhen dürfen. Das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung und der ADAC kritisierten, dass dies im Durchschnitt zu noch höheren Preisen geführt habe.
Diese Nachricht wurde am 25.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
