Vorsorge
Bundesweit erstes Demenzscreening auf Türkisch und Arabisch

Bei Menschen mit Migrationshintergrund können Sprachprobleme die Diagnose von Demenz erschweren. Ein neues Angebot setzt deshalb auf mehrsprachige Früherkennung.

    Der Umriss einer Person verschwindet langsam in einem Nebel.
    In Bayern soll es mehrsprachige Demenztests geben, um die Früherkennung zu erleichtern. (picture alliance / Westend61 / Gary Waters)
    Das Digitale Demenzregister Bayern plant am 1. Oktober erstmals einen Screening-Tag, der sich an Menschen richtet, die Türkisch und Arabisch sprechen. Dieses Angebot sei bundesweit das erste seiner Art, heißt es von den Verantwortlichen. Es findet in Kooperation mit dem Bundesverband des Sozialdienstes muslimischer Frauen statt.
    Demenz betrifft demnach auch die rund 2,4 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund ab 65 Jahren in Deutschland. Von ihnen seien Ende 2023 rund 158.000 erkrankt gewesen, mit stark steigender Tendenz. Eine Befragung von Hausärzten habe ergeben, dass Sprachbarrieren die Diagnostik bei mehr als vier von fünf Personen erschwerten.
    Diese Nachricht wurde am 22.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.