Rechtsextremismus
Charlotte Knobloch: AfD-Verbotsverfahren prüfen - "In vielen Bereichen kein Unterschied mehr zur NSDAP"

Die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde für München und Oberbayern, Knobloch, empfiehlt, ein Verbotsverfahren gegen die AfD zu prüfen.

    Charlotte Knobloch steht hinter einem Mikrofon
    Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde für München und Oberbayern (picture alliance / dpa / dpa-Pool / Sven Hoppe)
    Sie räumte dem zwar geringe Chancen ein, meinte aber, versuchen sollte man es vielleicht dennoch. Knobloch sagte dem Magazin "Stern", bei vielem, was AfD-Politiker so von sich geben, frage sie sich, wo die Justiz sei. Wieso dürfe man heute ungestraft gegen Menschen hetzen? Man müsse in der Bekämpfung dieser Radikalen selbst zu radikalen Mitteln greifen, anders werde man es nicht schaffen, meinte die 93-Jährige.
    Sie habe viele schreckliche Parteien erlebt, NPD, Republikaner, DVU. Sie seien gekommen und wieder verschwunden. Keine sei so gefährlich gewesen, wie es die AfD sei, betonte Knobloch und zog Parallelen zur NSDAP. Sie sehe in vielen Bereichen keinen Unterschied mehr zur NSDAP, bevor diese an die Macht gekommen sei.
    Diese Nachricht wurde am 19.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.