Einsatz gegen Rassismus
Ehemaliger Nationalmannschafts-Kapitän Gündogan mit Mevlüde-Genç-Medaille ausgezeichnet

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Wüst hat den ehemaligen DFB-Fußballmannschafts-Kapitän Ilkay Gündogan mit der Mevlüde-Genç-Medaille für gesellschaftlichen Zusammenhalt ausgezeichnet.

    Hendrik Wüst (CDU, 2.v.r), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, steht mit Ilkay Gündoğan (3.v.r), ehemaliger Kapitän der Deutschen Fußballnationalmannschaft, und Mitgliedern der Familie Genç in der Sommerresidenz der Deutschen Botschafterin. Gündogan hält die Mevlüde-Genç-Medaille in der Hand.
    Ilkay Gündogan neben Ministerpräsident Wüst (2.v.r.) und Mitgliedern der Familie Genç nach der Auszeichnung (picture alliance / dpa / Rolf Vennenbernd)
    Gündogan erhebe die Stimme gegen Hass, Ausgrenzung und Rassismus, sagte Wüst, der die Medaille im Rahmen seiner Türkei-Reise in Istanbul überreichte. Der 35-jährige Fußballprofi sagte bei der Verleihung, jeder habe eine Verantwortung für die Gesellschaft und müsse tun, was er könne, damit alle vernünftig zusammenleben könnten.
    Die Namensgeberin der Medaille, Mevlüde Genç, hatte bei einem rassistischen Brandanschlag in Solingen 1993 fünf Familienmitglieder verloren und sich dennoch für Versöhnung und ein friedliches Miteinander ausgesprochen.
    Ministerpräsident Wüst nimmt zum Abschluss seiner dreitägigen Türkei-Reise an einer Wirtschaftskonferenz in Istanbul teil. Außerdem wird er den 91-jährigen Sabri Aydin treffen, der 1961 als einer der ersten sogenannten Gastarbeiter aus der Türkei nach Deutschland kam.
    Diese Nachricht wurde am 30.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.