
Magyar wird verdächtigt, bei einer Auseinandersetzung in einem Budapester Nachtclub vor zwei Jahren das Mobiltelefon eines Mannes an sich genommen und in die Donau geworfen zu haben. Dieser soll ihn damit gefilmt haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Diebstahls. Magyar bestreitet den Vorwurf und bezeichnet das Verfahren als politisch motiviert. Die Aufhebung seiner Immunität hatte er selbst befürwortet. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP geht es um einen Schaden von rund 260 Euro.
Vorwürfe gegen zwei frühere Minister der Orban-Regierung
Aufgehoben hat das ungarische Parlament auch die Immunität von zwei früheren Ministern unter Magyars Vorgänger Orban. Dem ehemaligen Kulturminister Hankó wird vorgeworfen, öffentliche Gelder in Millionenhöhe zweckwidrig vergeben zu haben. Dem früheren Entwicklungsminister Seszták wird zur Last gelegt, er habe Bestechungsgelder angenommen. Hierbei geht es ebenfalls um eine Summe in Millionenhöhe.
Ungarn: Wahl eines neuen Obersten Staatsanwalts gescheitert
Derweil scheiterte im ungarischen Parlament die Wahl eines neuen Obersten Staatsanwalts. Die Abgeordneten lehnten den Vorschlag von Präsident Baka ab. Dieser war aus Magyars Sicht ungeeignet, das Vertrauen der Bevölkerung wiederherzustellen und die Unabhängigkeit der Institution zu gewährleisten.
Der Obersten Staatsanwaltschaft wird vorgeworfen, Korruptionsermittlungen gegen Orbans Umfeld aktiv unterdrückt zu haben. Magyar hatte die ungarische Parlamentswahl im April mit dem Versprechen gewonnen, gegen Bestechlichkeit und Amtsmissbrauch vorzugehen.
Diese Nachricht wurde am 28.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
