Hohe Kraftstoffpreise
Erneuter Tankrabatt um Mitternacht gestartet - Preise bereits gesunken

Um Mitternacht ist der zweite staatliche Tankrabatt in diesem Jahr in Kraft getreten. Bis Ende Dezember sinkt damit die Steuerbelastung auf Benzin und Diesel um jeweils rund 17 Cent pro Liter.

    Das Foto zeigt Autofahrer beim Betanken an der Zapfsäule einer Tankstelle.
    Mit einem Tankrabatt sollen Autofahrer in Deutschland von Oktober bis Dezember um 17 Cent pro Liter zumindest auf der steuerlichen Seite entlastet werden. (imago / Andy Bünning)
    Bereits gegen Mitternacht gaben Mineralölkonzerne die Entlastung über die Tankstellen weiter, obwohl der Rabatt offiziell nur für Kraftstoffe gilt, die ab Mitternacht Raffinerien und Lager verlassen. Allerdings gibt es bei den Reduzierungen große regionale Unterschiede. Nach Angaben eines Vergleichsportals gingen die ermittelten deutschlandweiten Durchschnittspreise um 10 bis 11 Cent zurück. Vielerorts wurde Benzin E10 für weniger als 2 Euro angeboten.
    Hintergrund des erneuten Tankrabatts sind wieder die gestiegenen Preise infolge der Verwerfungen auf den Erdölmärkten durch den von Israel und den USA begonnenen Iran-Krieg.

    Kritik von Wirtschaftsinstituten am Tankrabatt

    Wirtschaftsexperten erneuerten ihre Kritik am Tankrabatt. Der Chef des Ifo-Instituts, Fuest, sprach nicht von der richtigen Antwort. Die Maßnahme komme vor allem Vielfahrern mit großen Autos zugute. Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung lehnt die Steuersenkung ab, weil nicht die richtigen Personen profitierten. Wenn man entlasten wolle, dann direkt und zielgenau, nicht über den Preis.
    Auswertungen zum ersten Tankrabatt ergaben, dass die Steuersenkung zwar größtenteils an die Verbraucher weitergegeben wurde. Laut Monopolkommission blieben etwa 200 Millionen Euro des damaligen Entlastungsvolumens von 1,6 Milliarden Euro bei den Mineralölkonzernen.
    Diese Nachricht wurde am 01.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.