
Das geht aus einem Lagebild des Bundeskriminalamts hervor. Insgesamt wurden demnach in Deutschland mehr als 17.000 Fälle sexualisierter Gewalt an Kindern verzeichnet. Das waren 4,7 Prozent mehr als im Jahr 2024. Bei Jugendlichen gab es einen Zuwachs um 4 Prozent auf gut 1.200 Fälle. Die Mehrheit der Opfer war weiblich.
In gut der Hälfte der Fälle habe eine Vorbeziehung zwischen Täter und Opfer bestanden. Im Zusammenhang mit jugendpornografischen Inhalten verzeichnet das Lagebild im Jahresvergleich einen Zuwachs der Fälle um fast 20 Prozent. Gut die Hälfte der Tatverdächtigen war selbst minderjährig.
Innenminister Dobrindt sprach von erschreckend hohen Zahlen, insbesondere auch bei jugendpornografischen Inhalten im Netz. Darüber hinaus gebe es ein großes Dunkelfeld.
Der Bundesgeschäftsführer des Kinderschutzbundes, Grein, sagte im Deutschlandfunk, trotz knapper Haushalte dürfe man nicht bei Kindern und Jugendlichen sparen. Eine Verstetigung und nicht etwa ein Abbau der Beratungsstrukturen sei notwendig.
Diese Nachricht wurde am 21.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
