
Es gehe Infantino darum, seine Wiederwahl im kommenden Jahr zu sichern, erklärte Neuendorf in einer Stellungnahme nach dpa-Anfrage. Grundsätzlich scheine auch die FIFA erkannt zu haben, dass Änderungen unerlässlich seien.
Allerdings sei Infantino nicht die richtige Person für einen Reformprozess. Der DFB-Präsident: "Er hat jegliche Glaubwürdigkeit verspielt."
Allerdings sei Infantino nicht die richtige Person für einen Reformprozess. Der DFB-Präsident: "Er hat jegliche Glaubwürdigkeit verspielt."
Der FIFA-Präsident hatte nach anhaltender Kritik an seinem Führungsstil Gespräche über mögliche Reformen angeboten. In einem Brief an die Chefs der 211 Mitgliedsverbände und die Mitglieder des FIFA-Councils kündigte er eine unabhängige externe Überprüfung der FIFA-Governance sowie Konsultationen über eine Stärkung der Entscheidungsprozesse an. Infantino machte gleichzeitig klar, dass er den Verband weiter führen will.
Der Schweizer war nach einem Vorstoß zur Vermarktung der WM-Rechte durch externe Investoren im Sommer massiv unter Druck geraten. Die Europäische Fußball-Union UEFA und die Fußball-Verbände aus Nord- und Mittelamerika verfolgen seit mehreren Wochen einen Oppositionskurs gegen Infantino. Einen Gegenkandidaten haben sie aber noch nicht benannt.
Diese Nachricht wurde am 22.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
