Bundestag
Fraktionen loben geplante Strafverschärfung für K.o.-Tropfen-Einsatz

Der Bundestag hat in erster Lesung über höhere Strafen für den Einsatz von K.o.-Tropfen beraten.

    Eine Hand gießt aus einer kleinen braunen Flasche eine Flüssigkeit in ein Glas mit einem Getränk.
    Tropfen werden in ein Trinkglas gefüllt (Archiv) (picture alliance / CHROMORANGE / MICHAEL BIHLMAYER)
    Der Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums stuft solche Tropfen als Waffe oder gefährliches Werkzeug ein. Wer sie für eine Vergewaltigung oder einen Raub einsetzt, muss künftig für mindestens fünf Jahre ins Gefängnis. Der Parlamentarische Staatssekretär im Justizministerium, Schwabe, von der SPD erklärte, das höhere Strafmaß sende ein deutliches Signal an die Täter. Die CSU-Abgeordnete Hierl sagte, das Strafrecht müsse das Unrecht widerspiegeln, das Opfern widerfahre. Der AfD-Politiker Meyer-Soltau nannte es überfällig, die gravierende Strafbarkeitslücke zu schließen. Die Grünen-Abgeordnete Gumnior forderte eine Verbesserung der Strafverfolgung und der Spurensicherung.
    Nina Fuchs von der Beratungsinitiative "KO - Kein Opfer" wies im Deutschlandfunk darauf hin, dass Taten oft nicht angezeigt oder verfolgt werden. Nur ein Bruchteil der Fälle schaffe es bis zu einer Verurteilung.
    Diese Nachricht wurde am 23.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.