
Pillay wurde 1995 an das Obere Gericht in Südafrika berufen, fünf Jahre später wurde sie Richterin und Vorsitzende des Internationalen Tribunals für Ruanda. Zwischen 2003 und 2008 war sie Richterin am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag und anschließend bis 2014 UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte. Pillay leitete unter anderem eine von der UNO eingesetzte unabhängige Untersuchungskommission, die Israel im vergangenen Jahr einen Völkermord im Gazastreifen vorgeworfen hat.
Der Friedensnobelpreis gilt als die weltweit wichtigste Auszeichnung für Verdienste um Abrüstung, Friedenssicherung und Menschenrechte. Der Preis wird vom norwegischen Nobelkomitee vergeben, das vom Parlament in Oslo eingesetzt wurde. In den vergangenen Jahren gab es allerdings auch Kritik an einigen Entscheidungen des Komitees.
In diesem Jahr ist der Friedensnobelpreis mit zwölf Millionen Schwedischen Kronen (etwas über eine Million Euro) dotiert. 287 Kandidatinnen und Kandidaten waren nominiert, darunter 79 Organisationen. Im vergangenen Jahr wurde die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado ausgezeichnet.
Diese Nachricht wurde am 09.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
