
Rund 120 Exponate sind ab heute zu sehen - großformatige Gemäldeserien, Holz- und Bronzeskulpturen sowie nie gezeigte Zeichnungen und Archivmaterial. Die Ausstellung dauert bis zum 10. Januar. 2018 hatte das Haus der Kunst in München Immendorff eine Retrospektive gewidmet.
Immendorff, der auch das goldene Porträt von Altkanzler Gerhard Schröder im Bundeskanzleramt malte, galt weltweit als einer der bedeutendsten deutschen Künstler seiner Generation. Er starb 2007 in Düsseldorf im Alter von 61 Jahren an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS. Die Retrospektive beleuchtet alle Phasen seines Schaffens - von den Anfängen an der Kunstakademie bis zu den letzten Werken, die in seinem Atelier entstanden sind.
Mit schwarz-rot-goldenem Klotz ans Bein vor dem Bundestag
Immendorff wurde zunächst als Aktionskünstler bekannt. Für Furore sorgte er, als er sich 1968 für eine Kunstaktion einen schwarz-rot-goldenen Klotz ans Bein band und damit bis zum Einschreiten der Polizei vor dem Bundestag in Bonn auf und ab lief.
Der Beuys-Schüler schuf schon früh Bilder mit politisch-gesellschaftskritischen Inhalten. Sehr bekannt wurden seine 16 großformatigen Bilder der "Café Deutschland"-Serie. Ab 1996 war er Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie.
Diese Nachricht wurde am 25.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
