
Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, importierte Deutschland im ersten Halbjahr 96,4 Prozent weniger Waren aus Russland als im Vergleichszeitraum 2021. Der Wert der Einfuhren sank auf gut 0,5 Milliarden Euro. Die deutschen Ausfuhren nach Russland gingen um über 73 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zurück. Auch die Zahl der deutschen und russischen Unternehmen im jeweils anderen Land nahm deutlich ab.
Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft sprach von einer umfassenden wirtschaftlichen Entkopplung seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022.
Futtermittel statt Öl und Gas
Die Sanktionen der Europäischen Union haben auch die Art der gehandelten Güter grundlegend verändert. Vor dem Ukraine-Krieg waren vor allem Erdöl und Erdgas die wichtigsten Importgüter aus Russland. Inzwischen sind es Nahrungs- und Futtermittel, Metalle und chemische Erzeugnisse. Bei den Exporten dominieren nun pharmazeutische Erzeugnisse, die mehr als 40 Prozent der Lieferungen ausmachen.
Diese Nachricht wurde am 21.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
