Frankreich
Innenminister Nunez: Fast 1.000 Festnahmen bei landesweiten Protesten

Bei den erneuten Protesten in Frankreich sind nach Angaben der Regierung fast 1.000 Menschen festgenommen worden.

    Lyon, Frankreich: Auf einer Straße stehen sich Polizeikräfte und Protestler gegenüber. Dazwischen liegen umgefallene Mülltonnen, Qualm ist in der Luft.
    Lyon: Die Proteste gegen die französische Regierung dauern an. (picture alliance / MAXPPP / Richard MOUILLAUD)
    Innenminister Nunez sagte am Abend, er gehe davon aus, dass die Zahl noch steigen werde. Die Protestzüge seien zunächst gut verlaufen. Die Einsatzkräfte seien später jedoch - Zitat - "mit einem extrem erhöhten Maß an Gewalt" konfrontiert gewesen. Der Minister machte wörtlich die "extreme Linke" dafür verantwortlich. An den Protesten gegen die Regierung nahmen laut dem Innenministerium erneut fast eine halbe Million Menschen teil. Die Behörden hatten strenge Auflagen erlassen, nachdem es am vergangenen Wochenende zu massiven Ausschreitungen gekommen war. In Paris griffen heute nach Polizeiangaben mehr als 500 Personen Ordnungskräfte an. Diese setzten Tränengas und Wasserwerfer ein. Ähnliche Berichte kamen aus Städten wie Lyon, Bordeaux, Nantes und Marseille. - Bei Zusammenstößen in Clermont-Ferrand und Toulouse wurden zwei Menschen schwer verletzt. Im Nachbarland Italien nahmen erneut Tausende an Protesten teil - unter anderem in Mailand, Bologna, Turin und der Hauptstadt Rom. Diese wurden teils ebenfalls von Gewalt überschattet. Auch dort gab es zahlreiche Festnahmen.
    Diese Nachricht wurde am 25.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.