
Das geht aus einem Urteil des Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag hervor. Demnach sollen die rund 50.000 Betroffenen insgesamt über 52 Millionen Euro erhalten. Da der ehemalige Milizenführer den Betrag laut Gericht nicht zahlen kann, soll ein Treuhandfonds die Kosten übernehmen. Zudem seien Rehabilitationsprogramme und Gedenkstätten geplant.
Der frühere Kindersoldat Ongwen war oberster Befehlshaber der Lord's Resistance Army. Ab den 1980er Jahren griff die Rebellengruppe die Zivilbevölkerung an ˗ von Zentralafrika bis Uganda. Dabei behauptete die LRA "im Namen Gottes" zu kämpfen.
2021 war Ongwen wegen 60 Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Er sitzt seine Strafe in Norwegen ab.
Diese Nachricht wurde am 28.02.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
