Krisensitzung
Italiens Ministerpräsidentin Meloni kündigt nach Krawallen hartes Vorgehen an

Nach den Ausschreitungen bei Protesten in mehreren italienischen Städten will die Regierung in Rom entschlossen reagieren.

    Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sitzt im Parlament.
    Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (picture alliance / ROPI / Marco Lanni)
    Das kündigte Ministerpräsidentin Meloni in einer Krisensitzung des Kabinetts an, wie aus Regierungskreisen verlautete. Zu den geplanten Maßnahmen gehörten auch mögliche Ausgangssperren. Zudem werde darüber beraten, wie Straßenblockaden verhindert werden könnten. Vom Ministerrat solle bereits am Dienstag ein Dekret verabschiedet werden.
    Unter anderem in Mailand, Turin und Bologna war es in den vergangenen Tagen nach zunächst friedlichen Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Teils vermummte Randalierer schlugen Schaufensterscheiben ein und plünderten Geschäfte sowie Supermärkte. In Mailand wurden 271 Jugendliche vorübergehend festgenommen.
    Nicht nur in Italien, auch in anderen Staaten Europas sind am Wochenende tausende Menschen gegen steigende Lebenshaltungskosten auf die Straße gegangen. Teilweise kam es zu Ausschreitungen und Plünderungen. Nach den Ausschreitungen in Frankreich kündigte Premierminister Lecornu Ausgangssperren in mehreren Städten an.
    Diese Nachricht wurde am 19.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.