Lagebild des BKA
Kinderschutzbund fordert Meldebuttons für Cybergrooming auf digitalen Plattformen

Der Bundesgeschäftsführer des Kinderschutzbundes, Grein, hat sich für einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen im Internet ausgesprochen.

    Holger Münch (l-r), Präsident des (BKA), Kerstin Claus, Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch , und Alexander Dobrindt (CSU), Bundesinnenminister, stehen mit dem Lagebericht in den Händen nebeneinander.
    Bundeslagebild Sexualdelikte Kinder und Jugendliche (Sebastian Gollnow / dpa / Sebastian Gollnow)
    Grein sagte im Deutschlandfunk, Minderjährige sollten in der Lage sein, sogenanntes Cybergrooming zu melden. Soziale Netzwerke und Anbieter von Spielen im Internet müssten deshalb verpflichtet werden, kindgerechte Meldebuttons zu schaffen und den Meldungen auch nachzugehen. Beim Cybergrooming geben sich Täter in Chats oder Online-Communitys als Gleichaltrige aus und gewinnen so das Vertrauen ihrer Opfer.
    Bundesinnenminister Dobrindt erklärte, Kinder müssten besonders in der digitalen Welt noch besser geschützt werden. Täter dürften sich nicht in der Anonymität des Internets sicher fühlen.
    Die Zahl der sexualisierten Straftaten gegenüber Kindern und Jugendlichen im virtuellen Raum ist laut dem heute veröffentlichten Lagebild des Bundeskriminalamts stark gestiegen. Insgesamt wurden in Deutschland mehr als 17.000 Fälle sexualisierter Gewalt an Kindern verzeichnet. Das waren 4,7 Prozent mehr als im Jahr 2024. Bei Jugendlichen gab es einen Zuwachs um 4 Prozent auf gut 1.200 Fälle. Die Mehrheit der Opfer war weiblich.
    Diese Nachricht wurde am 21.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.