Tag der Deutschen Einheit
Kirchen rufen zu Zusammenhalt auf

In Bremen haben die zentralen Feierlichkeiten zum diesjährigen Tag der Deutschen Einheit begonnen. In einem ökumenischen Gottesdienst riefen die Kirchenvertreter zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und gegenseitiger Unterstützung auf.

    Bundespräsident Steinmeier (r-l), seine Frau Elke Büdenbender, Bundestagspräsidentin , Bundeskanzler Merz mit Frau Charlotte nehmen am ökumenischen Gottesdienst im Bremer St. Petri Dom teil.
    Mit einem ökumenischen Gottesdienst hat die offizielle Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen begonnen. Vertreten sind die Spitzen der deutschen Politik. (Moritz Frankenberg / dpa-Pool / dpa / Moritz Frankenberg)
    Der evangelische Bremer Kirchenpräsident Kuschnerus und der katholische Osnabrücker Bischof Meier warnten in ihren Predigten davor, Schwächere auszugrenzen und gesellschaftliche Gegensätze zu verschärfen. Kuschnerus betonte, in anstrengenden Zeiten dürfe man sich nicht die Zuversicht nehmen lassen. Stattdessen sollten die Menschen füreinander einstehen. Meier erklärte, Einheit trage nur dort, wo Menschen mit Haltung sich gegen Spaltung und Polarisierung stellten.
    Der Gottesdienst stand unter dem Leitmotiv "Viele Gaben - ein Geist". In den Fürbitten wurde unter anderem für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Menschen in Armut oder Einsamkeit gebetet. An der Feier nahmen auch Bundespräsident Steinmeier, Bundestagspräsidentin Klöckner und Bundeskanzler Merz teil.
    Anschließend findet im Bremer Konzerthaus ein Festakt statt. Der Bundespräsident sowie Bremens Bürgermeister Bovenschulte wollen Reden halten.
    Das Bürgerfest zum 36. Jahrestag der Deutschen Einheit war bereits gestern eröffnet worden und dauert bis morgen. Es gibt mehr als 550 Veranstaltungen in der Innenstadt und entlang der Weser. Bremen richtet das Fest in diesem Jahr aus, weil es die Bundesratspräsidentschaft innehat.
    Diese Nachricht wurde am 03.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.